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Pestalozzi-Mittelschule Regensburg

ECDL Testzentrum

Youngagement

Start 2017

 

Youngagement als Chance

 

Neben Wissensvermittlung muss die Schule von heute viele zusätzliche Aufgaben leisten. So ist es auch besonders wichtig, dass die Entwicklung sozialer Kompetenzen gefördert werden. Deshalb wurde das Projekt “Youngagement” ins Leben gerufen. Auch in diesem Schuljahr war das Interesse der Schüler aus den 8. und 9. Klassen groß. Leider konnten aber nur zehn Plätze in folgenden Einrichtungen vergeben werden:

 

Alpenverein Kletterhalle, SV SG Walhalla, Nachmittagsbetreuung Schule am Napoleonstein, KiGa ST. Mattäus, JUZ Utopia, Stadtteilbücherei Ost, Altenheim Maria von Karmel, BRK Tagespflege Rilkestraße, Bürgerstift St. Michael, Stadtjugendring Regensburg.

 

Ein herzliches Dankeschön und großen Respekt an die teilnehmenden Schüler, die bereit sind mindestens einen Nachmittag für diese ehrenamtliche Aktivität zu opfern.

 

 


 

Interview mit Herrn Punk, verantwortlicher Youngagement-Lehrer

 

Redaktion Schülerzeitung:

Herr Punk, was ist YOUNGAGEMENT ?

Herr Punk:

Kurz gesagt geht es darum, dass junge Menschen sich sozial engagieren, d.h. sie arbeiten regelmäßig über den Zeitraum eines Schuljahres pro Woche ca. 2 Stunden lang in einer sozialen Einrichtung, z.B. einem Seniorenheim, einem Kindergarten oder in der Jugendabteilung eines Sportvereins. Genauere Informationen gibt es unter www.freiwilligenagentur-regensburg.de oder www.jugend-regensburg.de .

R.S: Klingt anstrengend!

Herr Punk:

Ist es auch. Die Tätigkeit erfordert von jedem Projektteilnehmer ein hohes Maß an Disziplin und Ausdauer. An den Einsatzstellen hat man es schließlich mit Menschen zu tun, die sich Woche für Woche freuen, wenn unsere Y-Teilnehmer bei ihnen aufkreuzen und die Menschen vor Ort unterstützen und mit ihnen reden oder spielen.

R.S.: Heuer nehmen sieben Schüler unserer Schule an YOUNGAGEMENT teil, wie wurden diese ausgewählt?

Herr Punk:

Mit allen Interessenten wurden mit mir intensive Auswahlgespräche geführt. Ich wollte 100%-zuverlässige Kandidaten, die nicht sofort abspringen, wenn die soziale Tätigkeit bzw. der Einsatz  vor Ort einmal unbequem, anstrengend oder problematisch wird. Man kann sich vorstellen, dass die Arbeit mit gebrechlichen älteren Menschen oder wuseligen kleinen Kindern ziemlich nervenaufreibend sein kann. Und wenn dann der Sommer kommt und die eigenen Freunde ins Schwimmbad gehen, dann muss man schon die Zähne zusammenbeißen und trotzdem zum Dienst bei YOUNGAGEMENT antreten. Das schafft nicht jeder!

R.S.: Und? Wie machen sich die Teilnehmer der HS Pestalozzi heuer?

Herr Punk:

Ich muss sagen, auch dieses Jahr wieder hervorragend. Ich treffe mich jeden Freitag mit „meinen glorreichen Sieben“ und stehe für ihre Fragen und kleineren Problemchen auch ansonsten immer zur Verfügung. Ferner stehe ich auch in Kontakt mit dem YOUNGAGEMENT-Team der Freiwilligen-Agentur Regensburg, Frau Ursula Bablok sowie Frau Sabine Baumgartner vom Stadtjugendring, die das Projekt leiten.

R.S.:

Wie kamen Sie dazu, das Projekt Youngagement an der HS Pestalozzi als Lehrer zu betreuen?

Herr Punk:

Ich habe diese Aufgabe von meinem Kollegen Herrn Winkler im Jahre 2008 übernommen. Zu  Herrn Winklers „Amtszeit“ wurde YOUNGAGEMENT mit dem Sozialpreis der Bayerischen Landesstiftung ausgezeichnet, ein sensationeller Erfolg. Ich habe diese Tätigkeit dann im Herbst 2008 von ihm übernommen. Wir sind beide der Meinung, dass ein junger Mensch lernen können soll, dass es ein unheimlich gutes Gefühl sein kann für andere da zu sein, indem man ihnen die eigene Hilfe anbietet bzw. für sie da ist. Man bekommt unheimlich viel zurück an menschlicher Wärme und Freude. Deshalb liebe ich z.B. auch meinen Lehrerberuf.

R.S.: Herr Punk, wir danken Ihnen für dieses Gespräch!

 


Erfahrungsberichte von beteiligten Schülern

Seit einigen Monaten arbeite ich nun schon als Fußballtrainer beim SV Sallern, meine Hauptaufgabe besteht darin, dass ich die kleinen Jungs motiviere und sie fordere. Wichtig ist ganz besonders, dass sie Spaß haben und die Lust nicht verlieren, das ist oft sehr schwer, aber ich habe es nun immer hinbekommen. Oft gibt es auch Streitereien, also muss man diese auch schlichten und entscheiden, wie sie sich wieder vertragen könnten. Ich als Trainer muss auch sehr gut aufpassen bei Turnieren, z.B. muss ich den Spielberichtsbogen ausfüllen, die Trikots verteilen und die Mannschaft einteilen. Oft gehe ich auch noch zusätzlich zu Seminaren wie zum Beispiel Clubassistenz oder treffe mich mit den anderen Trainern zu einer Konferenz, wo wir unsere Erfahrungen austauschen und versuchen neue Ideen zu bekommen, damit wir das Training steigern können und den kleinen es trotzdem Spaß macht. (Michael Wild, 9a)

 

Ich arbeite seit ein paar Monaten jeden Donnerstag in der Stadtteilbücherei Burgweinting. Ich habe diese Stelle gewählt, weil ich möglichst viele Erfahrungen in diesem Bereich sammeln möchte und mich ehrenamtlich engagieren möchte. Durch „Youngagement“ lässt sich dies sehr gut erreichen. Im Wesentlichen sortiere ich rückgebuchte Medien und Bücher ein und verbuche diese. Manchmal muss ich auch Texte und dergleichen ins Russische übersetzen. Die Arbeit macht mir Spaß, da alle Mitarbeiter sehr freundlich sind und auch eine meiner Klassenkameradinnen mit mir dort arbeitet. (Asem Sejtikov, 9a)

 

Ich arbeite in der Seniorenresidenz „Thurn und Taxis“ und betreue eine Person die durch einen schweren Autounfall zur Hälfte gelähmt ist. Die Betreuung ist nicht immer leicht, aber ich gebe mir Mühe, dem mir anvertrauten Menschen den Alltag ein bisschen zu erleichtern. Der Mann ist auf den Rollstuhl angewiesen und ich begleite ihn ab und zu ein bisschen durch die Stadt. Mit dem Rollstuhl in der Stadt unterwegs zu sein, das ist ein Abenteuer für sich. Eine Seniorenresidenz als Einsatzstelle habe ich gewählt, um auch im späteren Leben mit schwierigen krankheitsbedingten Herausforderungen evtl. ungezwungener umgehen zu können. Allgemein kann man sagen: Soziale Betreuung macht großen Spaß, aber sie kann auch ziemlich anstrengend sein. Ich engagiere mich auch deshalb für andere Menschen, weil man trotz der Anstrengung und Mühe dabei auch sehr viel zurückbekommt. (Vaceslav Azarkevich, Klasse 9a)

 

Seit ein paar Monaten arbeite ich nun schon jeden Freitag im Kindergarten St.Josef in Ziegetsdorf. Die Gruppe „meiner Kinder“ besteht aus ca. 20 bis 30 Jungen und Mädchen im Vorschulalter. Ich darf mit den Kindern malen, basteln und spielen. Die Arbeit dort gefällt mir sehr gut, weil ich dort einen Eindruck bekomme, wie es in der späteren Berufswelt einmal wird. Das Arbeiten mit Kindern ist anstrengender als man denkt. „Youngagement“  ist somit eine gute Möglichkeit in den Bereich der „sozialen Berufe“ etwas „hineinzuschnuppern“. Ich kann das Projekt „Youngagement“ jedem nur wärmstens empfehlen und würde mich jederzeit wieder dafür bewerben. (Katharina Petersohn, Klasse 9a)

 

Im Sportverein in Burgweinting gefällt es mir gut. Ich werde respektiert und kann etwas mit einbringen. Alle sind sehr freundlich, auch wenn die Kinder etwas aufgedreht sind. Ich kann mit den Erzieherinnen über alles reden und wenn mich etwas stört, dann kann ich das auch sagen. Ich darf sogar eine Stunde alleine halten, aber natürlich mit Aufsicht. Ich freue mich immer sehr, wenn ich dort hin komm und etwas mit den Kindern machen kann. Zum Aufwärmen spielen wir immer ein kurzes Spiel, z.B. „Ball ab!“, und dann besprechen wir, was wir jetzt aufbauen und dann geht´s los mit Turnen. Wir betreuen dann die Kinder und passen auf, dass ihnen nichts passiert. In der ersten Stunde kommen Erst- und Zeitklässler zu uns und in der zweiten Stunde Dritt- und Viertklässler. Ich freue mich schon sehr auf das zweite Halbjahr. (Angela Scherlin)

 

Mein Name ist Ingrid Muth und ich absolviere mein Youngagment im Seniorenheim Rosengarten, Regensburg. Mir bereitet es eine große Freude sich mit den älteren Leuten zu unterhalten und deren Geschichten aus früherer Zeit anzuhören. Ich habe mich für diese Stelle entschieden, weil ich wissen wollte, wie es in einem Seniorenheim so zugeht. Darüber hinaus bin ich sehr froh, dass ich mich bei Youngagment beworben habe, weil ich sehr viel in dieser Stelle dazu gelernt habe. (Ingrid Muth, 9a)

 

Ich arbeite in der Stadtteilbücherei Burgweinting. Besonders gefallen mir das Verbuchen von Büchern und der Umgang mit den Kunden. Ich finde es aber ein bisschen langweilig, die Bücher in die Regale aufzuräumen. Jeden ersten Donnerstag des Monats findet in der Bücherei das zweisprachige Vorlesen (deutsch-russisch) statt. Ich und meine Kollegin lesen Kinderbücher vor. Das macht viel Spaß. Ich bin froh, dass ich an Youngagement teilnehme, weil ich finde, Youngagement ist eine gute Erfahrung für mein Berufsleben. (Christine Maschewski, 9a)


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