Viele Nationen - eine Schulfamilie
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  Kompetenzen vermitteln 
  Gemeinsam lernen und lehren
  Der erfolgreiche Weg in das Berufsleben
  Individualität fördern

Pestalozzi-Mittelschule Regensburg

ECDL Testzentrum

 

BO-Klasse 9d mit Dagmar Adler

 

9d Adler 

 


 

Kooperationsmodell - ein Erfolgsmodell!

Zweite Chance für Jugendliche ohne Abschluss

 

Bereits seit einigen Jahren läuft an der Städtischen Berufsschule II im Kerschensteiner-Berufsbildungszentrum in enger Zusammenarbeit mit der nahegelegenen Pestalozzi-Mittelschule ein Schulversuch, der den Namen „Kooperationsmodell Berufsschule – Mittelschule“ trägt. Ziel dieses Modells ist es, neue Wege zu finden, Jugendliche ohne Ausbildungsplatz (JoA), Schüler/-innen ohne Hauptschulabschluss oder Quali zu den entsprechenden Abschlüssen zu führen, um ihnen einen besseren Start in das Berufsleben zu ermöglichen.

Dabei unterrichten Lehrkräfte der beiden Schularten zwei Klassen, die jeweils verwaltungsmäßig an einer der beiden beteiligten Schulen angesiedelt sind. Ort der Beschulung ist aber jeweils die Berufsschule. Dies ist wichtiger Bestandteil des Modells: Wir gehen zur Berufsschule! Die Schülerinnen und Schüler haben Kontakt zu den Auszubildenden in der Berufsschule, können sich über Ausbildungsinhalte und Verdienstmöglichkeiten informieren.

Die Schülerinnen und Schüler besuchen an drei Tagen in der Woche den Unterricht. Weitere zwei Tage leisten sie ein Praktikum ab, bei dem sie bereits bei der Vermittlung des Praktikumsplatzes vom Maßnahmeträger bfz (Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft) unterstützt und während der gesamten Dauer von einer Sozialpädagogin des bfz betreut werden.

Rückblickend auf die letzten Schuljahre lässt sich ein enormer Erfolg dieses Modells feststellen:

Die Schülerinnen und Schüler haben aus dem Schulalltag viele persönliche Qualifikationen wie Ausdauer, Zuverlässigkeit oder Selbstständigkeit mitgenommen.

Es gibt aber auch zählbare Ergebnisse:

  • Die meisten Teilnehmer erhielten den erfolgreichen Hauptschulabschluss
  • Ein großer Teil der Teilnehmer an der Quali-Prüfung haben bestanden
  • ca. die Hälfte hatten zu Schuljahresende einen Ausbildungsvertrag
  • Einige Jugendliche besuchen inzwischen sogar eine weiterführende Schule

Somit verließen in den letzten Jahren rund 80% der Schülerinnen und Schüler das Kooperationsmodell mit einer realistischen Zukunftsperspektive.

Diese positiven Ergebnisse des letzten Schuljahres nahm Bürgermeister Gerhard Weber zum Anlass, der Berufsvorbereitungsklasse an der Städtischen Berufsschule II einen Besuch abzustatten. Er informierte sich über Organisationsform, Erfolgsaussichten und Zukunftsperspektiven des erfolgreichen Schulversuchs. Indem er einer Unterrichtsstunde beiwohnte, konnte er sich persönlich von der Effektivität dieser Kooperation zwischen Berufsschule und Mittelschule überzeugen und zeigte sich begeistert.

Die Schülerinnen und Schüler freuten sich über den prominenten Besuch und baten den Gast zu einem Gruppenbild mit den Betreuern und Organisatoren.

 

Wir wollen unsere zweite Chance nutzen – Gruppenbild mit Schülern:

 

 

Das Bild zeigt die Berufsvorbereitungsklasse in kooperativer Form mit Bürgermeister Gerhard Weber, Schulleiterin Sieglinde Braek (Pestalozzi-Mittelschule), Schulleiter Anton Nenning (BS II), Karin Märkl (Schulbeauftragte für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz an der BS II), den Lehrkräften Holger Jordan, Markus Winkler (Pestalozzi-Mittelschule) und Barbara Maschek (bfz).

 

 

 


 

Die Berufsorientierungsklasse 9e

 

Maßnahmencharakterisierung

Das Bfj/k, Berufsfindungsjahr/kooperativ ist neben dem BIJ, Beufsintegrationsjahr; BVJ/s, Berufsvorbereitungsjahr/schulisch, BEJ, Berufseinstiegsjahr und JoA-Klassen, Klassen für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz ein schulisches Angebot für Jugendliche ohne Ausbildungs-platz. Schulartübergreifende Zusammenarbeit und Passgenauigkeit erfordern eine regional- und lokalspezifische Modifizierung des Maßnahmenangebotes BVJ/k aus der Liste der schulischen Angebote der beruflichen Schule.

 

Ziel der Maßnahme

Ziel der Maßnahme ist die vertiefte Berufsorientierung, die Eröffnung zukunftsorientierter und passgenauer Ausbildungs- und Berufschancen für die Zielgruppe, der Ausgleich individuell bedingter Defizite und Problemlagen schulischer und personeller Art, die Erreichung des regulären Hauptschulabschlusses und/oder qualifizierenden Hauptschulabschlusses, Steige-rung der Qualität der Selbsteinschätzung und der Berufswahlkompetenz sowie Motivierung der Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz.

 

Zielgruppe

Die Zielgruppe bilden Entlassschüler der Hauptschulen der Stadt Regensburg mit erfüllter Schulpflicht, deren Übergang in die Berufswelt gefährdet erscheint und die auf Grund individueller Problemlage sowohl persönlicher als auch schulischer Art den regulären Haupt-schulabschluss und/oder qualifizierenden Hauptschulabschluss nicht erreicht haben, keinen Ausbildungsplatz gefunden haben und deshalb die freiwillige Wiederholung der neunten Jahrgangsstufe der Hauptschule beantragt haben.

 

Dauer der Maßnahme

Die Dauer der Maßnahme beträgt ein Schuljahr. Die Berufsschulpflicht ist auf Grund der Dauer der Vollzeitmaßnahme für die Schülerinnen und Schüler abgeleistet. Während der üblichen Ferienzeiten ruhen Unterrichts- und Praktikumspflicht.

 

Organisation der Maßnahme

Das Bfj/k entspricht organisatorisch und inhaltlich den bisherigen ESF- geförderten BVJ/k ‑ Klassen. Die Maßnahme wird gemeinsam von den Bereichen Volksschule und Berufs-schule in Absprache mit den Regierungen auf der Grundlage der Zahlenerhebungen der Haupt-schulen und der Arbeitsverwaltung organisiert. Die Maßnahme wird an der Städtischen Berufs-schule II Regensburg, Alfons-Auer-Straße 20, durchgeführt. Es handelt sich um eine voll-schulische Maßnahme zur Ableistung der Berufsschulpflicht mit der Folge der Übernahme der Fahrtkosten. Das Kultusministerium favorisiert die Modelle der kooperativen Berufsvorberei-tungsjahre. Das Staatliche Schulamt in der Stadt Regensburg beabsichtigt mit der beschriebe-nen Umsetzungsmaßnahme in enger Zusammenarbeit mit der Berufsschule II in Regensburg, mit den Kooperationspartnern und der Arbeitsagentur ein passgenaues Brückenangebot für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz zu bilden.

 

 

 

 

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